Das Interview: Karin Weirich hat eine Homepage für Esperanto / Stadtinformationen und eine Liste von Gastfamilien

„Esperanto ist eine Sprache des Friedens”

Von unserem Mitarbeiter
Fabian Schatz

Esperanto, eine Plansprache, die 1887 erfunden wurde, hat eine immer größere Gemeinde von Anhängern. Schätzungsweise zwei Millionen Anhänger sprechen die von Ludwig Zamenhof entwickelte Sprache. Karin Weirich beschäftigt sich intensiv mit ihrer Pflege.

Von Sindelfingen aus betreut Karin Weirich (Bild: z) eine Homepage auf Esperanto. Esperanto-Interessierte finden hier Informationen zu Orten rund um den Globus. Die SZ/BZ sprach mit ihr über ihr intensives Hobby.

Sie betreuen eine Esperanto-Homepage, was kann man dort alles finden?

Karin Weirich: „Auf meiner Homepage, www.aliaflanko.de, veröffentlichen wir Stadtinformationen auf Esperanto. Zu vielen Städten findet man Infos über Sehenswürdigkeiten, Einwohnerzahlen und Infrastruktur. De Informationen sind mit Bildern von Besonderheiten der jeweiligen Stadt versehen. Teils sind die Beiträge von mir, teil aber auch von anderen Homepages. Umfangreiche Informationen zum Thema Esperanto finden sich genauso wie ein Gästebuch, in dem es Beiträge von Esperanto-Anhängern rund um den Globus gibt. Wer im Rahmen der Aktion Pasporta Servo unterwegs ist, kann sich bei mir Informationen über sein Reiseziel suchen.”

Pasporta Servo, was hat man sich darunter vorzustellen?

Zur Person

Karin Weirich

Karin Weirich lebt in Sindelfingen. Für die 51-jährige Hausfrau ist Esperanto zur Passion geworden. Zusammen mit einem Freund betreut sie eine Esperanto-Homepage. Ein Jahr lang war die Sindelfingerin in Stuttgart an der Volkshochschule als Leiterin eines Esperanto-Kurses tätig. Seit 1999 beschäftigt sie sich mit der Sprache, die rund um den Globus Anhäger hat.

globus

Wenn jeder Mensch auf der Welt Esperanto spräche, würden sich alle Menschen besser verstehen. Das war zumindest die Absicht des Erfinders. (Bild: z)

Karin Weirich: „Pasporta Servo ist ein Netzwerk von Gastgebern und Unterkünften, bei dem zur Zeit ungefähr 1.286 Gastgeber in über 80 Ländern mitmachen. Möchte man das Netzwerk als Gast nutzen, braucht man nur die Adressenliste zu kaufen, die jedes Jahr aktualisiert wird. Dann kann man diesen Service nutzen. Jeder Gastgeber hat einige Bedingungen angegeben, zum Beispiel, wie viele Gäste willkommen sind, wie lange sie bleiben dürfen oder ob sie ihren Besuch im voraus ankündigen sollten. Die Gastgeber verlangen keine Miete, viele werden sogar ein Frühstück oder ein leckeres Abendessen anbieten. Der Preis der Liste ist so bemessen, dass er gerade die Verwaltungskosten deckt.”

Wie kamen Sie dazu, Esperanto zu lernen?

Karin Weirich: „Sprachen faszinieren mich. In einem Internetforum traf ich eine an Esperanto Interessierte, die noch Teilnehmer für einen Internetfernkurs suchte. Von April bis Juni 1999 habe ich via E-Mail an so einem Kurs teilgenommen.”

Wie hoch sind die Kosten für einen solchen Kurs?

Karin Weirich: „In der Regel ist Esperanto lernen im Internet völlig kostenlos. Uns Esperantisten ist die Verbreitung dieser Sprache so wichtig, dass wir dafür kein Geld verlangen. Nur wer an einem Volkshochschulkurs teilnimmt, muss mit Gebühren rechnen.”

Wie hat man sich so einen Kurs im Internet vorzustellen?

Karin Weirich: „Jeder Esperanto-Schüler hat einen Mentor, mit dem er über E-Mail in Kontakt steht. Mit den korrigierten Ergebnissen der ersten Lektion erhät man seine weiteren Aufgaben. Die Lektionen sind in Grammatik, Wortschatz und Sprachteile aufgesplittet.”

Wie kann man das erlernte Esperanto pflegen?

Karin Weirich: „Es gibt in vielen Regionen Esperantogruppen. In unserer Gegend ist dies die BAVELO, die baden-württembergische Esperanto-Liga. Wir treffen uns regelmäßig mit Mitgliedern aus Ost-Frankreich und tauschen uns aus. Mein Esperanto pflege ich auch viel durch Briefe an Freunde in der ganzen Welt. Vor allem in Slowenien, Polen und Frankreich habe ich Bekannte.”

Wie viele Esperanto-Sprecher gibt es in unserer Region?

Karin Weirich: „Das ist schwer zu sagen, da viele nur für den Briefverkehr Esperanto nutzen. Mir sind in unserer Region, ausgenommen Stuttgart, 20 bis 25 Esperantisten bekannt.”

Welche Philosophie verfolgt nach Ihrer Meinung Esperanto?

Karin Weirich: „Esperanto ist eine Plansprache, es soll keine anderen Sprachen verdrängen, im Gegenteil, die kleinen Sprachen gehören nach Ansicht von Esperantisten geschützt. Es will Kommunikationsmittel sein. Im Gespräch zwischen Personen verschiedener Nationalitäten soll für keinen der Beteiligten ein Unterlegenheitsgefühl durch sprachliche Defizite entstehen. Deshalb ist Esperanto in unseren Augen auch die Sprache des Friedens und der Freundschaft: Esperanto estas la lingvo de paco kaj amikeco.”

  • Wer sich für das Thema Esperanto interessiert, kann sich an Karin Weirich wenden. Telefonisch ist sie unter 0 70 31/70 07 36 gerne behilflich. Auch elektronisch ist sie unter ihrer E-Mail-Adresse „KarinWeirich@yahoo.de” zu erreichen. Weitere Infos zum Thema findet man unter www.esperanto.de im Internet. Zum Pasporta Servo über den Weltverband junger Esperantisten geht es dann über www.tejo.org.

Kunstsprachen: Die Anzahl von Kunst- und Plansprachen, rund um die Welt, ist genauso vielfältig wie die Gründe für ihre Entstehungen

Von Esperanto, Volapük und Klingonisch

Von unserem Mitarbeiter
Fabian Schatz

Eine Sprache ist mehr als nur Kommunikationsmittel. Die eigene Sprache, auch in ihren als Dialekt gesprochenen Formen, verbindet und ist ein wichtiger Grundstein der eigenen Persönlichkeit. Schon lange drängt es Menschen dazu, sich über die ihnen von Natur oder Nationalität gesetzten Grenzen hinwegzusetzen. Kunst- oder Plansprachen bieten eine M&oum;glichkeit hierfür.

Sprachenerfinden ist ein "weit verbreiteter" Sport. Die Erfinder etlicher Kunstsprachen haben die unterschiedlichsten Gründe hierfür. Beispielhaft für das Erfinden neuer Sprachen ist der Fantasy-Autor J.R.R. Tolkien. Teils zur Entspannung, teils für seine Fantasy-Romane, erfand er Sprachen wie Sindarin und Quenya. In seinen Büchern finden sich immer wieder Gedichte in Sprachen der von ihm erfundenen Völker.

Aus dem Bereich des Science-Fiktion kommt Klingonisch. Es wurde als Sprache von einem Linguisten, Marc Okrand, für den Film „Star Trek” im Auftrag der Paramount-Filmgesellschaft erfunden. Zu einer wirklichen Sprache wurde Klingonisch erst mit dem Film „Star Trek III: The Search For Spock” im Jahre 1984. Marc Okrand gestaltete seine Sprache etwa so, wie man etwa einen Künstler beauftragt, einen Szenenaufbau zu konstruieren. Okrands Aufgabe war, eine Sprache zu erfinden, die zwar bizarr und ausländisch klingen musste, aber den Schauspielern gleichzeitig nicht allzu viele Probleme bei der Aussprache bereiten sollte. Inzwischen hat Klingonisch eine Fangemeinde rund um den Globus. Sogar Shakespeares Hamlet ist schon in die Sprache der Außerirdischen übersetzt worden.

Teil eines Experiments

Das in Internetgemeinden vermutlich bekannteste Plansprachenprojekt ist Loglan. Erfunden wurde es um 1956 von James Cooke Brown. Obwohl es Anhänger dieser Sprache gibt, die Loglan als Herausforderer von Esperanto ansehen, sollte man wissen, dass die Sprache nicht zu demselben Zweck wie Esperanto geschaffen wurde. Sie ist vielmehr Teil eines wissenschaftlichen Experiments. Sie ist eine auf dem Reißbrett entstandene Sprache mit dem Anspruch, nicht kulturell gebunden zu sein und klaren und eindeutigen Ausdruck zu ermöglichen. Loglan besitzt ein beschränktes Lautsystem und wenige grammatische Regeln, sein Wortschatz ist den acht heute in der Welt am weitesten verbreiteten Sprachen entnommen, darunter Hindi, Japanisch, Chinesisch, aber auch Russisch.

Volapük war Nummer eins

Viele Sprachen sind auch erfunden worden, um das internationale Sprachenproblem zu lösen und selbst als eine internationale Sprache zu fungieren. Die erste solche Sprache, die jemals eine weite Verbreitung erfuhr, war das Volapük. Erfunden wurde sie von Martin Schleyer, einem katholischen Pfarrer aus Baden. Der Öffentlichkeit wurde sie 1878 vorgestellt. Neun Jahre vor Esperanto fand diese erste ernst zu nehmende und funktionierende Plansprache in kürzester Zeit eine weltweite Verbreitung.

Englisch hatte sich noch nicht durchgesetzt und ein gebildeter Europäer hatte vier bis sieben Fremdsprachen zu lernen. Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Anhänger hatte Volapük nach kürzester Zeit. Über deren Grad an Sprachbeherrschung ist allerdings wenig bekannt. Schon nach kurzer Zeit stnd Volapük jedoch auch unter scharfer Kritik. Die Sprache ähnelte auf den ersten Blick keiner bekannten Sprache und war somit wirklich „neutral”, da ein Spanier, ein Russe und ein Vietnamese gleichermaßen viel lernen mussten, um die Sprache zu beherrschen.

Zamenhofs Chance

Auf Grund von Uneinigkeiten über diese erste Kunstsprache unter deren Anhängern, zerbrach sie seit 1890 mit hoher Geschwindigkeit. Bereits 1905, als der erste Esperantokongress in Boulogne-sur-mer stattfand, war sie so gut wie inexistent geworden.

Dies war die Chance für das 1887 vorgestellte Esperanto des russischen Arztes, Ludwig Zamenhof (Bild: z). Es ist eine Mischung aus romanischen Nationalsprachen und den mehr oder weniger „künstlichen” Sprachen vom Typ des Volapük. Es macht regen Gebrauch von als international empfundenen Wortwurzeln - telefono, teatro, insulo, fenestro. Esperanto hat sich gegen eine ganze Menge um die Jahrhundertwende entstandener Plansprachen durchgesetzt. Es ist die einzige Sprache, die nach dem Tod ihres Erfinders weitergewachsen ist.

Fachleute schätzen, dass es weltweit rund zwei Millionen Esperantisten gibt. Damit ist Esperanto genauso verbreitet wie Estnisch und hat mehr Sprecher als etwa das Isländische. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sprachen ist Esperanto gewöhnlich nicht die erste gesprochene Sprache, obwohl es etliche Muttersprachler gibt, die Esperanto - neben der jeweiligen Sprache ihrer Umgebung - schon als Kinder von ihren Eltern gelernt haben. Manche Schätzungen gehen von 150.000 bis 300.000 kompetenten Sprechern aus. Für Anhänger von Esperanto gibt es viel Stoff. Plattenfirmen verlegen Rock- und Popmusik in der Sprache, Asterix wird von Kindern auf Esperanto gelesen und sogar das Buch der Bücher, die Bibel, wurde in Esperanto übersetzt.


Zum Thema

Esperanto, eine gefährliche Sprache

Vom Beginn seiner Existenz an war Esperanto Diktatoren und Gewaltherrschern ein Dorn im Auge. Schon ein Jahr nach Entstehung des Esperanto, 1887, lehnte die russische Zensur die Herausgabe einer Wochenzeitung für Esperanto-Sprecher ab. 1895 wurde in Russland die Einfuhr von Esperanto-Literatur verboten. Hintergrund dieses Verbots war, dass der Dichter Leo Tolstoi, der in Opposition zum zaristischen Regime stand, Esperanto unterstützte. Nach der Ablösung des Zaren durch die Kommunisten wurde Esperanto ab 1930 zunehmend unterdrückt. In den Jahren 1937/38 und danach waren Esperanto-Sprecher zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Sie wurden gezielt verhaftet, nach Sibirien verbannt oder hingerichet. Wegen ihrer internationalen Beziehungen waren sie dem kommunistischen Regime verdächtig.

In Nazi-Deutschland wurdend durch einen Erlass Heinrich Himmlers vom 20. Juni 1936 alle Esperanto-Verbände aufgefordert, sich bis zum 15. Juni selbst auszulösen, wenn sie vermeiden wollten, zwangsaufgelöst zu werden. In der Begründung hieß es, dass „Esperanto den wesentlichen Wert völkischer Eigenheiten” schwäche. Bereits in „Mein Kampf” hatte Adolf Hitler geschrieben: „Solange der Jude nicht der Herr der anderen Völker geworden sit, muss er wohl oder übel deren Sprache sprechen, sobald diese jedoch seine Knechte wären, hätten sie alle eine Universalsprache - wie Esperanto - zu lernen, so dass auch durch dieses Mittel das Judentum sie leichter beherrschen könnte!” In der rechtsradikalen Wochenzeitschrift „Der Reichswart” hieß es 1926: „Diese Missgeburt einer Sprache, ohne Wurzel im Leben eines Volkes und ohne jedes aus diesem Leben hervorgegangenen Schrifttum, ist im Begriff, die Weltstellung, welche ihr nach zionistischem Plane zukommen soll, wirklich zu erringen und in den künftigen Arbeitssklaven Zions die Vaterlandsliebe ausrotten zu helfen!”

In der DDR wurden 1949 durch ein Dekret der „Deutschen Verwaltung des Inneren in der sowjetisch besetzten Zone” alle Esperanto-Gruppen verboten. Erst 1965 wurde dieses Verbot wieder aufgehoben. Ähnlich war die Situation in anderen Ostblockstaaten.

Im Iran waren in den 80er Jahren viele Esperanto-Sprecher von Verfolgung betroffen, da sie gleichzeitig Anhänger der Baha'i-Religion waren.

Noch heute gibt es Esperanto-Sprecher, die Repressionen ausgesetzt sind. Der chinesische Schriftsteller Bei Dao ist einer von ihnen. Der für den Literatur-Nobelpreis gehandelte Autor wird von der chinesischen Regierung als Landesverräter bezeichnet, weil er westliche Literatur übersetzt und eine Esperanto-Zeitschrift herausgibt.

Die Gastglosse

Visionen zur Sprachenpolitik

Von Dr. Ursula Niesert, Freiburg*

„Haben Sie Visionen? Dann gehen Sie zum Arzt!” - Naja. Jedenfalls bekenne ich mich hier öffentlich zu meinen Visionen und 'oute' mich als möglicherweise unheilbar befallen. Besorgt hatte ich meinen Hausarzt aufgesucht. „Wie geht's uns denn?” erkundigt er sich, und ich schilderte die Symptome.
Betrübt verfolge ich die europäische Politik. Nach der Europa-Begeisterung der frühen Jahre macht sich inzwischen vielfach Resignation oder zuweilen aktiver Widerstand breit. Dabei ist in den letzten fünfzig Jahren sehr viel erreicht worden, vor allem in der Wirtschaftspolitik. Eine 'Erbfeindschaft' käme uns heute so absurd vor, dass sie allenfalls zum Lachen herausfordert (Stefano hin, Stefani her). Vorbei auch die Zeit der Zollhäuschen und Grenzkontrollen. Und inzwischen haben die meisten von uns dank Euro auch die Erleichterung durch die gemeinsame Währung im Urlaub praktisch erfahren. Umso überraschender mutet die allenthalben wachsende Skepsis an.
Den Grund dafür sehe ich einerseits in einem gewissen Mangel der Politik, andererseits in einem 'Geburtsfehler'. Der Mangel: wir haben zuviel Wert auf Verwaltung und Technisches gelegt und uns dabei zuwenig für Dinge wie europäische Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl eingesetzt.
Der Geburtsfehler: eine gleichberechtigte Sprachenpolitik hat es praktisch nie gegeben. Auf diesem Gebiet finden sich viele hehre Worte, aber ohne soliden Inhalt. Offiziell wird verkündet: 'Wir fördern die Mehrsprachigkeit'. Die Praxis zeigt: Vogelstraußpolitik und das Sprachenangebot der Schule leisten einer unangefochtenen Vormachtstellung des Englischen tagtäglich Vorschub. 80 Prozent des schulischen Fremdsprachenunterrichts werden auf Englisch verwandt, in Grundschulprogrammen wie 'Lerne die Sprache des Nachbarn' sind es gar 96 Prozent. All das bei eher mäßigem Erfolg.
Und die Nutzanwendung? Die EU-Kommission hält Stellenanzeigen, die ausdrücklich nach „English mother tongue”-Bewerbern (Englisch-Muttersprachlern) suchen, dann nicht für diskriminierend, wenn sie das Feigenblatt „or equivalent” (oder Gleichwertiges) beifügen. Amerikaner, Australier oder Inder haben eine größere Chance als die meisten europäischen Bewerber.
„Aber das plagt uns doch alle”, antwortete mein Arzt. „Wo liegen denn Ihre Beschwerden?”
Das ist es ja. Ich fürchte, ich habe Visionen. Es könnte doch alles so einfach sein: Ein einjähriger Vorbereitungsunterricht in Esperanto würde den Spracherwerb der weiteren Fremdsprachen in einem Maße fördern, das diese Zeit mehr als wieder einspart. Das haben einschlägige Schulversuche bewiesen. Neben diesem Effekt vermittelt diese neutrale Sprache, bei der jeder auf jeden zugeht, eine humanistische Grundlage und trägt zu einer gemeinsamen europäischen Identität bei. Doch schlimmer noch, diese Sprache scheint sogar das Interesse für 'exotische Sprachen' zu wecken. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.”
Voller Anteilnahme sah mich Dr. Kasko an. Ein hoffnungsloser Fall. Er hat mich aufgegeben.

(* Ursula Niesert ist promovierte Biologin. In ihrer Schulzeit hatte die heute 54-Jährige sich in Fremdsprachen zielstrebig jedes Jahr um eine Note verschlechtert. „Erst durch Esperanto habe ich verstanden, wie Sprachen funktionieren”, sagt sie über sich selbst. Heute ist sie Geschäftsführerin des Deutschen Esperanto-Bundes.